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Monthly Archives: August 2019

Märchenstunden in der Tagespflege

Froschkönig, Sterntaler, die Bremer Stadtmusikanten und andere Märchen haben dieser Tage Einzug in der Tagespflege des Sozialdienstes gehalten.  Ursula Gruber (Foto li.) und  Marion Schrötter (Foto re.), zwei Mitarbeiterinnen der Einrichtung am Aubinger Weg, nahmen nämlich im ersten Halbjahr 2019 an einer Ausbildung zur Märchenerzählerin für Menschen mit Demenz teil. Finanziert wurde die Ausbildung mit dem Titel „Unvergessen – Aktivierung durch Märchen“   großteils durch die Pflegekasse BKK Mobil Oil.  Diese hatte u.a. die Tagespflege des Sozialdienstes ausgewählt, um sie mit Angeboten zur Gesundheitsförderung zu begleiten. Hintergrund dafür war, dass mit Inkrafttreten des neuen Präventionsgesetzes neben den Kranken- auch die Pflegekassen eine Präventionsauftrag erhalten haben. Beide Märchenerzählerinnen konnten ihr neues Wissen nun schon mehrmals in der Einrichtung ausprobieren. Bei den TeilnehmerInnen mit leichter bis mittlerer Demenz kommt das Angebot sehr gut an. In kleinem Kreis sitzen sie um die Erzählerin herum und erinnern sich gerne an die altbekannten Geschichten. „Das war aber schön!“ äußerte sich eine Teilnehmerin, die sonst kaum spricht, spontan nach einer solchen Märchenstunde.  „Der Kontakt zu den Zuhörern ist beim Erzählen viel intensiver als beim Vorlesen“, berichtete Gruber. Beim Abschlussworkshop der gelungenen Fortbildung übergab nun Katharina Gnam, Projektleiterin vom Team Gesundheit der BKK (Foto 2.v.re.) das offizielle Zertifikat an Monika Huber-Tiefnig, Leiterin der Tagespflege (Foto re.). Gemeinsam mit ihrem Team kümmert sie sich iIn der Einrichtung von Montag bis Freitag tagsüber um Germeringer Senioren. Diese besuchen die Einrichtung, weil sie zuhause nicht mehr zurechtkommen, z.B. aufgrund einer demenziellen Störung. Der Tag wird strukturiert durch Aktivitäten wie Mobilisierungsübungen, Vorlesen, Spiele und durch gemeinsame Mahlzeiten, die vor Ort gekocht werden. Den pflegenden Angehörigen verschafft das Angebot die dringend benötigte Auszeit.

Ladies´ Circle 54 Germering /München-West spendet 1.500.- Euro für „Aktion Schultüte

Auch in diesem Jahr hatten Mitglieder des Ladies` Circle 54 Germering München-West bei der Germeringer Musiknacht und beim Kunst- und Musikzauber wieder Waffeln zugunsten der „Aktion Schultüte“ gebacken und verkauft. Past-Präsidentin Anett Mickan (Foto li.) und Sandra Brinkemper (Lady, Foto Mitte) übergaben nun einen Scheck in Höhe von 1.500.- Euro an den Sozialdienst, der ab September die Auszahlung für die „Aktion Schultüte“ in Germering vornimmt. Sozialdienst-Vorstand Georg Sedlmeier (Foto re.) freute sich, dass durch das Engagement der Ladies` eine so große Summe zusammengekommen war. Die Aktion Schultüte unterstützt Erstklässler, deren Eltern vom Existenzminimum wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II leben müssen, beim Schulstart. Diese Kinder haben oft schwierige Bedingungen, denn gerade die Erstausstattung kostet viel Geld, das z.B. aus dem Regelsatz vom Arbeitslosengeld II schwer zu bestreiten ist. Dabei geht es nicht um teure Geschenke für die Schultüte, sondern um das benötigte Schulmaterial wie Hefte und Stifte, Turnsachen usw.. Die Auszahlung für Germeringer ABC-Schützen aus finanziell schwachen Familien übernimmt ab September der Sozialdienst Germering e.V. in der Planegger Str. 9. Um vorherige Terminvereinbarung unter 089 84 48 45 wird gebeten. Weitere Informationen über den genauen Ablauf unter www.aktion-schultuete-ffb.de.

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Aktion Schultüte unterstützt wieder Schulanfänger

ABC-Schützen, deren Eltern vom Existenzminimum wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II leben müssen, haben oft schwierige Bedingungen zum Schulstart. Die Erstausstattung kostet viel Geld. Dabei geht es nicht um teure Geschenke für die Schultüte, sondern um das benötigte Schulmaterial wie Schulranzen, Hefte und Stifte, Turnsachen usw. Schnell sind € 250,- an Ausgaben nötig. Der Schulanfang verursacht in Familien mit wenig Geld (z.B. ALG II, Wohngeldbezug, Niedriglohn) oft große Probleme. Über die Leistungen für Bildung und Teilhabe stehen den Familien pro Kind zwar 150,-€ für den Schulanfang zur Verfügung. Das reicht jedoch nicht für die Einschulung. Weil der erste Schultag aber für alle Kinder ein entspannter und fröhlicher Beginn in einen neuen Lebensabschnitt werden sollte, gibt es seit 2008 das Aktionsbündnis der Aktion Schultüte von Sozialdienst Germering e.V., Diakonischem Werk Fürstenfeldbruck e.V., ISB e.V. und Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (siehe Foto), die auch 2019 wieder Spendengelder gesammelt haben, um diese an Familien zu verteilen, die zum Schulstart in finanziellen Nöten sind.

Im Jahr 2018 konnte 80 Familien mit 85 Einschulungskindern im Landkreis durch die Aktion Schultüte eine schnelle unbürokratische Hilfe zuteil werden. Insgesamt wurden 11.693 € ausbezahlt. 61 dieser Familien waren im Arbeitslosengeld II -Bezug, teilweise im Arbeitsleben stehend als sogenannte „Aufstocker“. Über 37 Prozent der Familien waren alleinerziehend mit einem Elternteil, ebenfalls ein wesentlicher Armutsfaktor. Augenmerklich ist auch, dass ein hoher Migrationsanteil in der Vergabe zu verzeichnen ist – dieser lag dieses Jahr bei 88,75 %. Dies deutet darauf hin, dass gerade dieser Personenkreis in der unteren Einkommensgruppe verhaften bleibt. Gründe dafür können unter anderem mangelnde Sprachkenntnisse sein und damit verbunden unzureichende und passgenaue Aus- bzw. Weiterbildungsmöglichkeiten, die einen besseren Verdienst ermöglichen würden.

Für 2019 haben bereits viele Spender (darunter auch zahlreiche Einzelspender) schon Mittel für die Unterstützung der Einschulungskinder bereitgestellt. Weitere Spenden sind natürlich sehr willkommen!I Nähere Infos unter www.aktion-schultuete-ffb.de

Nach den Sommerferien können sich die betroffenen Eltern von Einschulungskindern an die verschiedenen Kooperationspartner im Landkreis wenden. Anmeldungen für Termine für Germeringer Familien nimmt der Sozialdienst Germering e.V. unter 089/ 844 845 entgegen. Gegen den Nachweis der Bedürftigkeit (z.B. Arbeitslosengeld II- Bescheid), die Materialliste der Grundschule sowie entsprechende Belege über den Kauf von Schulsachen kann den Familien aus dem Spendentopf geholfen werden. Wichtig ist daher beim Einkauf von Schulmaterial, diese Belege aufzubewahren!