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Aktuelles

20 Jahre warmes Essen auf Rädern

Dass Germeringer Seniorinnen und Senioren täglich eine warme Mahlzeit bekommen können und das an 365 Tagen im Jahr – dafür sorgt der Sozialdienst Germering mit seinem Ressort „Essen auf Rädern“. Das Angebot hat beim Sozialdienst eine lange Tradition: bereits 1970 wurden die ersten Kunden mit Tiefkühlkost beliefert – und seit nunmehr 20 Jahren sogar mit warmem Essen. „Einmal am Tag warm essen, das ist Lebensqualität“, so Ressortleiterin Karin Korten (Foto). „Aber das Einkaufen und Zubereiten wird mit zunehmendem Alter mühsam.“ Derzeit bringen 16 ehrenamtlichen Fahrer*innen in 3-4 Touren das warme Essen zur Mittagszeit zu ca. 180 Kunden in Germering nach Hause. Und zwar falls gewünscht an einzelnen Tagen oder auch täglich, also auch am Wochenende, an Feiertagen, ja selbst an Heilig Abend oder Neujahr. „Jährlich bringen wir ca. 35.000 Essen zu Germeringer Klienten*innen. Etwa ein Drittel von ihnen beliefern wir täglich“, so Korten. Bei einer kleinen Feier anlässlich des 20jährigen Jubiläums bedankte sich Sozialdienst-Vorstand Sabine Brügel-Fritzen dieser Tage bei den ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen und bei Korten, die das Ressort seit fast 10 Jahren leitet und einige ihrer Kunden schon über viele Jahre hindurch kennt. „Ich bin dankbar, dass wir so ein engagiertes Team haben, das auch bei Wind und Wetter die Kund*innen beliefert und auch an Wochenenden und Feiertagen für Einsätze bereit steht“, so Brügel-Fritzen. „Eine weitere Stärke des Angebots ist unsere Flexibilität. Bei der dafür notwendigen Logistik hilft das ganze Sozialdienst-Verwaltungsteam mit.“ Die Kunden können grundsätzlich wählen, ob sie ihr Essen vom Restaurant Kastanienhof haben wollen oder vom Sozialdienst-Partner Hoffmann-Menü. Für sie – aber oft auch für die Angehörigen – bedeutet die Essenlieferung eine große Unterstützung im Alltag. „Die meisten unserer Klienten sind etwa 80 Jahre alt, aber wir haben auch 70- und 100jährige“, so Korten. Wer Interesse an dem Angebot hat, kann sich beim Sozialdienst Germering melden unter Tel. 089 / 8419667.

Foto © privat

Mitgliederversammlung 2021 – Ein Jahr Pandemie

Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden
Zu Beginn der diesjährigen Mitgliederversammlung des Sozialdienstes Germering am 12.8.2021 im Amadeussaal der Stadthalle Germering begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende Stephan Haas zunächst die anwesenden Mitglieder und Gäste und dankte für ihr Kommen.

Bericht des Vorstands
Anschließend berichtete Vorstand Sabine Brügel-Fritzen – auch im Namen ihrer Vorstandskollegin Ingrid Neubauer – über das Jahr 2020, das fast ganz im Zeichen von Corona gestanden war. Viele Ressorts hätten während des ersten Lockdowns komplett eingestellt werden müssen, wie z.B. Kinderbetreuungsangebote, offene Treffs oder Kurse für Senioren. Manche Angebote durften nach einigen Wochen zwar wieder starten, wie z.B. die Tagespflege – aber nur mit 50%iger Belegung aufgrund von räumlichen Vorgaben. Auch die Kleiderkammer in der Otto-Wagner-Str. musste wie andere Geschäfte des Einzelhandels über Wochen geschlossen bleiben. Manche Angebote v.a. auf ehrenamtlicher Basis wie z. B. der Mittwochstreff für Senioren seien sogar bis heute geschlossen, weil wegen der immer noch nötigen Abstandsregelungen größere Gruppen auf kleinem Raum nicht möglich seien. Besonders bedauerte Brügel-Fritzen, dass der Kinderpark, eines der ältesten Ressorts des Sozialdienstes, komplett eingestellt werden musste.
Andere Bereiche erforderten viel Flexibilität. Die Mitarbeiter*innen hätten aber immer wieder neue kreative Lösungen gefunden – von Rätselbriefen für SIMBA-Klienten, persönlich an der Haustür übergebenen Päckchen mit Spielmaterial bei Opstapje über Beratungsspaziergänge beim Familienstützpunkt bis hin zurAusgabe von vorgepackten Tüten bei der Germeringer Tafel.
Trotz Pandemie unermüdlich im Einsatz waren auch die Mitarbeiter*innen des größten und ältesten Ressorts des Sozialdienstes, der ambulanten Pflege. Gemeinsam erfüllten sie ihre Aufgaben in vorbildlicher Weise, „auch wenn es für sie oft besonders kräftezehrend war, so ganz nah an der Krankheit, an ihren Klienten in der Risikogruppe und an den Sorgen der Angehörigen dran zu sein“, so Brügel-Fritzen. Sie wies weiter darauf hin, dass die Personalsituation im Pflegebereich absolut angespannt sei und dass der Verein hier dringend Verstärkung suche, auch im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung.
Viele Traditionen des Vereinslebens seien 2020 der Pandemie zum Opfer gefallen: es gab keinen Christkindlmarkt, keinen Marktsonntag in der Kleiderkammer und keinen Basar und somit konnten hier auch keine Einnahmen erzielt werden. Auch das 20jährige Bestehen der Germeringer Tafel konnte im Dezember 2020 nicht gemeinsam gefeiert werden.

In 33 verschiedenen Tätigkeitsbereichen waren 2020 ca. 300 Mitarbeiter*innen im Einsatz: Ehrenamtliche, freiwillige Helfer*innen, Haupt- und Nebenamtliche. Leider mussten viele Ehrenamtliche ihr Engagement in 2020 zurückfahren oder ganz aufhören, weil sie selbst der Risikogruppe angehörten oder weil das Angebot pandemiebedingt ausgesetzt werden musste. Auch hier sucht der Sozialdienst daher dringend wieder Verstärkung, v.a. für Angebote für Senioren.

Insgesamt verzeichnete der Sozialdienst in 2020 bei den Einnahmen einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Bei den Spenden gab es dankenswerterweise ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr, wobei viele der Spenden explizit z.B. für die Unterstützung der Germeringer Tafel u.a für Lebensmittelzukäufe im ersten Lockdown oder für die Anschaffung von Hygiene- und Desinfektionsmaterial im Corona-Jahr gedacht waren. Brügel-Fritzen bedankte sich im Namen des ganzen Vereins sehr herzlich u.a. beim Lions-Club Germering, dem Rotary-Club Germering, dem Förderverein Germeringer Insel, der Germeringer Sozialstiftung, der VR-Bank Fürstenfeldbruck und der Sparkassen-Stiftung, aber auch bei den vielen privaten Spenderinnen und Spendern, die den Verein immer wieder durch einzelne oder sogar auch regelmäßige monatliche Spenden unterstützten.

Letztlich belief sich der Bilanzgewinn des Sozialdienstes für 2020 auf ca. 10.300 Euro und damit um einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um ca. 2.400 Euro. Somit habe der Verein das von der Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020 einigergermaßen gut überstanden und stehe weiterhin auf einem solidem finanziellen und betriebswirtschaftlichen Fundament, so Brügel-Fritzen.

Abschließend dankte Brügel-Fritzen noch der Stadt Germering, den Stadträten und -rätinnen, dem Oberbürgermeister Andreas Haas, den Mitgliedern des Aufsichtsrats sowie allen Mitgliedern und Unterstützern des Vereins, ganz besonders aber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr außerordentliches Engagement zum Wohle der Germeringer Bürgerinnen und Bürger auch und gerade in dem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020. „Sie haben mit vereinten Kräften, mit ihrer Geduld, ihrem unermüdlichen Einsatz und mit immer neuen kreativen Ideen dazu beigetragen, dass der Sozialdienst das Krisenjahr 2020 insgesamt noch relativ gut gemeistert hat“, so Brügel-Fritzen.

Grußwort der 2.Bürgermeisterin Frau Manuela Kreuzmair
Im Anschluss an die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für 2020 durch die Mitglieder nahm die 2. Bürgermeisterin Manuela Kreuzmair die Gelegenheit wahr, allen Beteiligten von Herzen für ihr Engagement Danke zu sagen. Sie würdigte deren wertvolle Arbeit für die Stadt und die enorme Leistung während der Corona-Krise. Corona habe vieles verändert und viele Routinen seien auf den Kopf gestellt oder unmöglich gemacht worden. Der Sozialdienst sei neue Wege gegangen und habe versucht, trotz aller Einschränkungen mit Erfolg in Kontakt zu bleiben. Es sei ihr eine Ehre und eine Herzensangelegenheit, den Mitgliedern, Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen Danke zu sagen, die mit Zeit, Geduld, Fachwissen, Kraft und Zuversicht und immer mit einem Lächeln den Germeringer Bürger*innen zur Verfügung stünden.

Ehrung langjähriger Mitarbeiter
Im Anschluss ehrten die beiden Vorstände Ingrid Neubauer und Sabine Brügel-Fritzen Mitarbeiter*innen, die 2021 ein 10- oder 20-jähriges Jubiläum beim Sozialdienst feiern konnten: Peter und Marie Luise Hoogen, Rita Zauner und Hildegard Daxenberger für 10 Jahre Mitarbeit in der Germeringer Tafel, Herrn Roland Seiml für 20 Jahre Mitarbeit als Fahrer in der Tagespflege und Herrn Roland Kneisel ebenfalls für 20 Jahre Mitarbeit: sowohl beim Basar als auch in der Germeringer Tafel.

Verleihung Ehrenmitgliedschaft
Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Ernennung von Georg Sedlmeier zum Ehrenmitglied des Sozialdienstes durch die Mitgliederversammlung. (Foto: Aufsichtsratsvorsitzender Stephan Haas und Georg Sedlmeier) Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Walter Müller dankte Sedlmeier in seiner Laudatio im Namen des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Seit 2006 sei er beim Sozialdienst zunächst als ehrenamtlicher Vorstand und seit der Strukturreform 2014 bis Ende 2020 als operativer Vorstand tätig gewesen. Er habe die Strukturreform des Vereins und die notwendige Überarbeitung der Satzung maßgeblich auf den Weg gebracht. „Sie haben stets dafür gesorgt, dass der Sozialdienst auf Zukunft ausgerichtet ist“, so Müller. In seiner Dankesrede erinnerte sich Sedlmeier daran, dass er für die ehrenamtliche Mitarbeit ursprünglich von Gemeinderat Herrn Wilpert geworben worden war. In den vielen Jahren seiner Tätigkeit beim Sozialdienst hätte er umfassende Einblicke in die Nöte von Bürgern bekommen, aber auch viel Hilfsbereitschaft erlebt. Zu Recht sei der Sozialdienst als „Erster Modell-Sozialdienst in Bayern“ ausgezeichnet worden. Herr Sedlmeier schätze den Sozialdienst sehr für seine Zukunftsgewandtheit. Er dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und wünschte allen weiterhin viel Erfolg mit Herz und Hand.

Einladung zur Mitgliederversammlung

Am Donnerstag, 12. August 2021 findet um 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr über den Verwaltungseingang) im Amadeus-Saal der Stadthalle Germering, Landsberger Str. 39, 82110 Germering die Mitgliederversammlung des Sozialdienstes Germering e.V. statt.

 T a g e s o r d n u n g 

  1. Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden
  2. Jahresbericht des Vorstands für das abgelaufene Kalenderjahr
  3. Bericht des Aufsichtsrats
  4. Bilanzbericht
  5. Aussprache über die Berichte
  6. Entlastung des Vorstands
  7. Entlastung des Aufsichtsrats
  8. Ehrung der Mitarbeiter (10, 15 und 20 Jahre Mitarbeit)
  9. Verleihung Ehrenmitgliedschaft
  10. Verschiedenes

Der Tätigkeitsbericht 2020 ist im Saal erhältlich.
Das Hygienekonzept der Stadthalle und des Sozialdienstes Germering e.V. ist zu beachten. U.a. muss während der gesamten Veranstaltung eine FFP2-Maske getragen werden.

Stephan Haas
Aufsichtsratsvorsitzender

 

Germeringer Sozialstiftung spendet für Aktion Schultüte

ABC Schützen, deren Eltern vom Existenzminimum wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II leben müssen, haben oft schwierige Bedingungen zum Schulstart. Die Erstausstattung kostet viel Geld: Schnell kommen 250.- € für das benötigte Schulmaterial wie Schulranzen, Hefte und Stifte, Turnsachen usw. zusammen. Trotz Schulstarterpaket und Anhebung der Regelsätze reichen die gesetzlichen Leistungen für den Schulstart bei Weitem nicht aus. Das Aktionsbündnis der Aktion Schultüte, bestehend aus der Johanniter Unfall-Hilfe e.V., dem Diakonischen Werk Fürstenfeldbruck e.V., dem Sozialdienst Germering e.V. und dem ISB e.V. engagiert sich daher seit 2008 für Einschulungskinder aus finanziell schwachen Familien. Im Jahr 2020 konnte so mit Spendengeldern 61 Familien mit 67 Einschulungskindern im Landkreis eine schnelle unbürokratische Hilfe zuteil werden. 71 Prozent dieser Familien waren im Arbeitslosengeld II-Bezug – unter anderem sog. „Aufstocker“, die zusätzlich zur eigenen Arbeit vom Wohngeld abhängig waren. Gut 30 Prozent der Familien waren alleinerziehend mit einem Elternteil.
Der Bitte des Aktionsbündnisses Aktion Schultüte um Spenden für das Schuljahr 2021/2022 entsprach auch in diesem Jahr wieder die Germeringer Sozialstiftung, die die „Aktion Schultüte“ schon seit vielen Jahren unterstützt. Die Vorstandsmitglieder Eleanor Reis, Christian Ganslmeier, Renate von Meyer, Fritz Reichel und Dr. Marcus Breu (Foto von li. n. re.) übergaben einen Scheck in Höhe von 2.500 € an Sozialdienst-Geschäftsleiterin Sabine Brügel-Fritzen (Foto 2. v.li.).

„Ab September wird der Sozialdienst wieder die Auszahlung für die Schulanfänger aus bedürftigen Familien aus Germering übernehmen. Die Eltern müssen dazu vorab unter der Telefonnummer 089 84 48 45 einen Termin für die Auszahlung vereinbaren,“ so Brügel-Fritzen. „Ein Tipp für die Eltern: Bitte denken Sie daran, nicht nur den Nachweis der Bedürftigkeit und die Materialliste der Schule sondern auch die Quittungen für Ihren Einkauf für den Einschulungsbedarf zur Auszahlung mitzubringen. Also unbedingt alles aufheben!“

Foto © Sozialdienst Germering

Veränderung im Vorstand des Sozialdienstes

Zum Jahresanfang 2021 gab es beim Sozialdienst Germering e.V. einen Wechsel im Vorstand: Sabine Brügel-Fritzen (Foto rechts), seit 2015 Geschäftsleiterin des Sozialdienstes, wurde vom Aufsichtsrat des Vereins ab 1.1.2021 zum Vorstand berufen. Sie löst wie geplant Georg Sedlmeier ab, der über 14 Jahre die Geschicke des Vereins begleitet und aktiv mitgestaltet hat – seit 2006 als ehrenamtliches Vorstandsmitglied und seit der Strukturreform 2014 als operativer Vorstand neben seiner Rechtsanwaltstätigkeit. „Seine große fachliche Kompetenz, sein Wissen über die Entwicklung des Sozialdienstes und über das Vereinswesen ganz allgemein und seine Verwurzelung innerhalb von Germering werden uns im Alltagsgeschäft sehr fehlen“, bedauert Brügel-Fritzen den Schritt. „Umso dankbarer sind wir, dass Herr Sedlmeier uns zugesichert hat, uns auch weiterhin unter die Arme zu greifen, sollten wir Fragen haben.“

Nach wie vor im Vorstand ist Ingrid Neubauer (Foto links), die das Amt seit 2015 innehat und darüber hinaus auch noch die Pflegedienstleitung des Vereins ist. Auch sie kennt den Sozialdienst schon seit langem, hat sie dort doch vor über 20 Jahren in der Ambulanten Pflege angefangen.

Mit Einsatzbereitschaft, Pragmatismus, Kreativität und vereinter Frauenpower hoffen die beiden Vorständinnen nun, die anstehenden Aufgaben, gerade auch in Zeiten der Corona-Pandemie, gemeinsam gut zu bewältigen.