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Aktuelles

Einladung zur Mitgliederversammlung

Am Donnerstag, 12. August 2021 findet um 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr über den Verwaltungseingang) im Amadeus-Saal der Stadthalle Germering, Landsberger Str. 39, 82110 Germering die Mitgliederversammlung des Sozialdienstes Germering e.V. statt.

 T a g e s o r d n u n g 

  1. Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden
  2. Jahresbericht des Vorstands für das abgelaufene Kalenderjahr
  3. Bericht des Aufsichtsrats
  4. Bilanzbericht
  5. Aussprache über die Berichte
  6. Entlastung des Vorstands
  7. Entlastung des Aufsichtsrats
  8. Ehrung der Mitarbeiter (10, 15 und 20 Jahre Mitarbeit)
  9. Verleihung Ehrenmitgliedschaft
  10. Verschiedenes

Der Tätigkeitsbericht 2020 ist im Saal erhältlich.
Das Hygienekonzept der Stadthalle und des Sozialdienstes Germering e.V. ist zu beachten. U.a. muss während der gesamten Veranstaltung eine FFP2-Maske getragen werden.

Stephan Haas
Aufsichtsratsvorsitzender

 

Germeringer Sozialstiftung spendet für Aktion Schultüte

ABC Schützen, deren Eltern vom Existenzminimum wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II leben müssen, haben oft schwierige Bedingungen zum Schulstart. Die Erstausstattung kostet viel Geld: Schnell kommen 250.- € für das benötigte Schulmaterial wie Schulranzen, Hefte und Stifte, Turnsachen usw. zusammen. Trotz Schulstarterpaket und Anhebung der Regelsätze reichen die gesetzlichen Leistungen für den Schulstart bei Weitem nicht aus. Das Aktionsbündnis der Aktion Schultüte, bestehend aus der Johanniter Unfall-Hilfe e.V., dem Diakonischen Werk Fürstenfeldbruck e.V., dem Sozialdienst Germering e.V. und dem ISB e.V. engagiert sich daher seit 2008 für Einschulungskinder aus finanziell schwachen Familien. Im Jahr 2020 konnte so mit Spendengeldern 61 Familien mit 67 Einschulungskindern im Landkreis eine schnelle unbürokratische Hilfe zuteil werden. 71 Prozent dieser Familien waren im Arbeitslosengeld II-Bezug – unter anderem sog. „Aufstocker“, die zusätzlich zur eigenen Arbeit vom Wohngeld abhängig waren. Gut 30 Prozent der Familien waren alleinerziehend mit einem Elternteil.
Der Bitte des Aktionsbündnisses Aktion Schultüte um Spenden für das Schuljahr 2021/2022 entsprach auch in diesem Jahr wieder die Germeringer Sozialstiftung, die die „Aktion Schultüte“ schon seit vielen Jahren unterstützt. Die Vorstandsmitglieder Eleanor Reis, Christian Ganslmeier, Renate von Meyer, Fritz Reichel und Dr. Marcus Breu (Foto von li. n. re.) übergaben einen Scheck in Höhe von 2.500 € an Sozialdienst-Geschäftsleiterin Sabine Brügel-Fritzen (Foto 2. v.li.).

„Ab September wird der Sozialdienst wieder die Auszahlung für die Schulanfänger aus bedürftigen Familien aus Germering übernehmen. Die Eltern müssen dazu vorab unter der Telefonnummer 089 84 48 45 einen Termin für die Auszahlung vereinbaren,“ so Brügel-Fritzen. „Ein Tipp für die Eltern: Bitte denken Sie daran, nicht nur den Nachweis der Bedürftigkeit und die Materialliste der Schule sondern auch die Quittungen für Ihren Einkauf für den Einschulungsbedarf zur Auszahlung mitzubringen. Also unbedingt alles aufheben!“

Foto © Sozialdienst Germering

Veränderung im Vorstand des Sozialdienstes

Zum Jahresanfang 2021 gab es beim Sozialdienst Germering e.V. einen Wechsel im Vorstand: Sabine Brügel-Fritzen (Foto rechts), seit 2015 Geschäftsleiterin des Sozialdienstes, wurde vom Aufsichtsrat des Vereins ab 1.1.2021 zum Vorstand berufen. Sie löst wie geplant Georg Sedlmeier ab, der über 14 Jahre die Geschicke des Vereins begleitet und aktiv mitgestaltet hat – seit 2006 als ehrenamtliches Vorstandsmitglied und seit der Strukturreform 2014 als operativer Vorstand neben seiner Rechtsanwaltstätigkeit. „Seine große fachliche Kompetenz, sein Wissen über die Entwicklung des Sozialdienstes und über das Vereinswesen ganz allgemein und seine Verwurzelung innerhalb von Germering werden uns im Alltagsgeschäft sehr fehlen“, bedauert Brügel-Fritzen den Schritt. „Umso dankbarer sind wir, dass Herr Sedlmeier uns zugesichert hat, uns auch weiterhin unter die Arme zu greifen, sollten wir Fragen haben.“

Nach wie vor im Vorstand ist Ingrid Neubauer (Foto links), die das Amt seit 2015 innehat und darüber hinaus auch noch die Pflegedienstleitung des Vereins ist. Auch sie kennt den Sozialdienst schon seit langem, hat sie dort doch vor über 20 Jahren in der Ambulanten Pflege angefangen.

Mit Einsatzbereitschaft, Pragmatismus, Kreativität und vereinter Frauenpower hoffen die beiden Vorständinnen nun, die anstehenden Aufgaben, gerade auch in Zeiten der Corona-Pandemie, gemeinsam gut zu bewältigen.

20 Jahre Germeringer Tafel

Bedürftigen Menschen helfen und Lebensmittel retten – das ist das Anliegen der Germeringer Tafel, und das seit 20 Jahren. Als der erste Tafel-Laden in der Brückenstr. in Germering im Dezember 2000 erstmals seine Tore öffnete, versorgten die damalige Leiterin Sibylle Gutekunst und ihre ca. 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter dort etwa 300 bedürftige Personen (200 Erwachsene und 100 Kinder). Seither ist der Bedarf Jahr für Jahr gestiegen und die Tafel ist nicht mehr aus dem sozialen Versorgungsangebot in Germering wegzudenken: derzeit sind 76 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, um einmal pro Woche Lebensmittel an ca. 1.000 Tafelkunden (ca. 600 Erwachsene und 400 Kinder) ausgeben zu können. Um der wachsenden Zahl der Kunden besser gerecht zu werden, musste die Tafel mittlerweile mehrfach umziehen, zuletzt im Dezember 2019 in neue Räume in der Planegger Str. 7, die die Stadt Germering der Tafel zur Verfügung stellte.

Viele Unternehmen, Groß- und Einzelhändler, Privatleute, Kirchen und andere Institutionen und Einrichtungen unterstützen die Germeringer Tafel, teilweise schon über viele Jahre hinweg. Um die Warenspenden zur Tafel zu transportieren, sind wöchentlich verschiedenste Fahrzeuge im Einsatz: der tafeleigene Kühlbus, ein Caddy des Sozialdienstes, ein Transporter der Stadt Germering und Privat-PKWs. Ehrenamtliche Fahrer sorgen dafür, dass die Ware rechtzeitig abgeholt und zur Tafel gebracht wird. Vor Ort helfen dann jeden Montag viele fleißige Hände über Stunden zusammen, damit die Ausgabe am Dienstag zügig vonstatten gehen kann.

Natürlich hat die Corona-Pandemie auch die Germeringer Tafel vor große Herausforderungen gestellt: Die Zahl der Tafelempfänger steigt kontinuierlich weiter an: wöchentlich kommen derzeit Neuanträge hinzu. Außerdem musste die Ausgabe Corona-konform komplett umgestaltet werden, denn momentan können nur vorgepackte Tüten an entsprechend präparierten Türen ausgegeben werden. Knapp 400 solcher Tüten müssen derzeit wöchentlich von den ehrenamtlichen Helfern vorbereitet und befüllt werden – zusätzlich zu dem ohnehin immer anfallenden Aussortieren und Durchsehen der angelieferten Lebensmittel.

„Ohne das großartige Engagement unseres Tafel-Leiters Jürgen Quest (Foto) und seines Teams und ohne die zahlreichen Spenden wäre es der Tafel nicht möglich, die ständig wachsende Zahl Bedürftiger in Germering zu unterstützen“, so Sabine Brügel-Fritzen, Geschäftsleiterin des Sozialdienstes, der Träger der Germeringer Tafel ist. „Ich finde es einfach toll, mit welchem Engagement die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen – obwohl viele von ihnen vom Alter her meist selbst schon der Risikogruppe angehören – sich Woche für Woche für „ihre“ Tafelkunden einsetzen. Die meisten von ihnen sind schon viele Jahre dabei und wissen ganz genau, ob die jeweiligen Kunden z.B. Schweinefleisch essen und berücksichtigen bei der Ausgabe auch, ob es sich um einen Single-Haushalt handelt oder um eine Großfamilie. Der Sozialdienst ist wirklich dankbar für so viel Engagement über eine so lange Zeit.“

 

Sozialdienst dankt treuem Kinderpark-Team

Müttern ein paar freie Stunden für einen Arzt- oder Friseurbesuch zu ermöglichen oder um einfach mal durch zu schnaufen – das war die ursprüngliche Idee des “Kinderparks”, der als eines der ersten Ressorts des Sozialdienstes 1970 ins Leben gerufen wurde. 50 Jahre lang wurde dieses Angebot dankbar von Germeringer Familien angenommen, zeitweise sogar an zwei Stellen – in der Planegger Str. und in der Dorfstr.. „Ich selbst war damals unheimlich dankbar, meine Tochter ab und zu für ein paar Stunden in liebevolle Hände geben zu können, wenn mein älterer Sohn im Kindergarten war. Diese Zeit für mich war ein echtes Geschenk“, so Sozialdienst-Geschäftsleiterin Sabine Brügel-Fritzen. „Umso mehr bedauere ich, dass der Kinderpark in seiner bisherigen Form leider nicht mehr weitergeführt werden kann. Die Hygiene-Vorgaben im Rahmen der Corona-Pandemie erfordern nicht nur eine deutlich reduzierte Teilnehmerzahl, sondern u.a. auch feste Anmeldungen zur Nachverfolgbarkeit des Infektionsgeschehens. Dieses aber ist das genaue Gegenteil der ursprünglichen Idee, einfach spontan, niedrigschwellig und ohne Anmeldung mit seinem Kind vorbeizukommen“, so Brügel-Fritzen. Mit einem gemeinsamen Frühstück bedankte sich der Sozialdienst nun bei den treuen Kinderpark-Mitarbeiterinnen, die sich über viele Jahre, zum Teil sogar über Jahrzehnte hinweg um die kleinen Germeringer*innen gekümmert haben. In den Räumen in der Dorfstr. ist seit Oktober eine Kindergarten-Gewöhnungsgruppe des Sozialdienstes untergebracht. Eine zweite ist dort für Anfang 2021 geplant.

(Foto von li. n. re.: Brigitte Blessing, Uta Wildner, Evelyn Kroll und die Leiterin des Kinderparks, Rosemarie Deimel)