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Allgemein

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Veränderung im Vorstand des Sozialdienstes

Zum Jahresanfang 2021 gab es beim Sozialdienst Germering e.V. einen Wechsel im Vorstand: Sabine Brügel-Fritzen (Foto rechts), seit 2015 Geschäftsleiterin des Sozialdienstes, wurde vom Aufsichtsrat des Vereins ab 1.1.2021 zum Vorstand berufen. Sie löst wie geplant Georg Sedlmeier ab, der über 14 Jahre die Geschicke des Vereins begleitet und aktiv mitgestaltet hat – seit 2006 als ehrenamtliches Vorstandsmitglied und seit der Strukturreform 2014 als operativer Vorstand neben seiner Rechtsanwaltstätigkeit. „Seine große fachliche Kompetenz, sein Wissen über die Entwicklung des Sozialdienstes und über das Vereinswesen ganz allgemein und seine Verwurzelung innerhalb von Germering werden uns im Alltagsgeschäft sehr fehlen“, bedauert Brügel-Fritzen den Schritt. „Umso dankbarer sind wir, dass Herr Sedlmeier uns zugesichert hat, uns auch weiterhin unter die Arme zu greifen, sollten wir Fragen haben.“

Nach wie vor im Vorstand ist Ingrid Neubauer (Foto links), die das Amt seit 2015 innehat und darüber hinaus auch noch die Pflegedienstleitung des Vereins ist. Auch sie kennt den Sozialdienst schon seit langem, hat sie dort doch vor über 20 Jahren in der Ambulanten Pflege angefangen.

Mit Einsatzbereitschaft, Pragmatismus, Kreativität und vereinter Frauenpower hoffen die beiden Vorständinnen nun, die anstehenden Aufgaben, gerade auch in Zeiten der Corona-Pandemie, gemeinsam gut zu bewältigen.

20 Jahre Germeringer Tafel

Bedürftigen Menschen helfen und Lebensmittel retten – das ist das Anliegen der Germeringer Tafel, und das seit 20 Jahren. Als der erste Tafel-Laden in der Brückenstr. in Germering im Dezember 2000 erstmals seine Tore öffnete, versorgten die damalige Leiterin Sibylle Gutekunst und ihre ca. 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter dort etwa 300 bedürftige Personen (200 Erwachsene und 100 Kinder). Seither ist der Bedarf Jahr für Jahr gestiegen und die Tafel ist nicht mehr aus dem sozialen Versorgungsangebot in Germering wegzudenken: derzeit sind 76 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, um einmal pro Woche Lebensmittel an ca. 1.000 Tafelkunden (ca. 600 Erwachsene und 400 Kinder) ausgeben zu können. Um der wachsenden Zahl der Kunden besser gerecht zu werden, musste die Tafel mittlerweile mehrfach umziehen, zuletzt im Dezember 2019 in neue Räume in der Planegger Str. 7, die die Stadt Germering der Tafel zur Verfügung stellte.

Viele Unternehmen, Groß- und Einzelhändler, Privatleute, Kirchen und andere Institutionen und Einrichtungen unterstützen die Germeringer Tafel, teilweise schon über viele Jahre hinweg. Um die Warenspenden zur Tafel zu transportieren, sind wöchentlich verschiedenste Fahrzeuge im Einsatz: der tafeleigene Kühlbus, ein Caddy des Sozialdienstes, ein Transporter der Stadt Germering und Privat-PKWs. Ehrenamtliche Fahrer sorgen dafür, dass die Ware rechtzeitig abgeholt und zur Tafel gebracht wird. Vor Ort helfen dann jeden Montag viele fleißige Hände über Stunden zusammen, damit die Ausgabe am Dienstag zügig vonstatten gehen kann.

Natürlich hat die Corona-Pandemie auch die Germeringer Tafel vor große Herausforderungen gestellt: Die Zahl der Tafelempfänger steigt kontinuierlich weiter an: wöchentlich kommen derzeit Neuanträge hinzu. Außerdem musste die Ausgabe Corona-konform komplett umgestaltet werden, denn momentan können nur vorgepackte Tüten an entsprechend präparierten Türen ausgegeben werden. Knapp 400 solcher Tüten müssen derzeit wöchentlich von den ehrenamtlichen Helfern vorbereitet und befüllt werden – zusätzlich zu dem ohnehin immer anfallenden Aussortieren und Durchsehen der angelieferten Lebensmittel.

„Ohne das großartige Engagement unseres Tafel-Leiters Jürgen Quest (Foto) und seines Teams und ohne die zahlreichen Spenden wäre es der Tafel nicht möglich, die ständig wachsende Zahl Bedürftiger in Germering zu unterstützen“, so Sabine Brügel-Fritzen, Geschäftsleiterin des Sozialdienstes, der Träger der Germeringer Tafel ist. „Ich finde es einfach toll, mit welchem Engagement die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen – obwohl viele von ihnen vom Alter her meist selbst schon der Risikogruppe angehören – sich Woche für Woche für „ihre“ Tafelkunden einsetzen. Die meisten von ihnen sind schon viele Jahre dabei und wissen ganz genau, ob die jeweiligen Kunden z.B. Schweinefleisch essen und berücksichtigen bei der Ausgabe auch, ob es sich um einen Single-Haushalt handelt oder um eine Großfamilie. Der Sozialdienst ist wirklich dankbar für so viel Engagement über eine so lange Zeit.“

 

Einladung zur Mitgliederversammlung

Am Freitag, 14. August 2020 findet um 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr über den Verwaltungseingang) im Amadeus-Saal der Stadthalle Germering, Landsberger Str. 39, 82110 Germering die Mitgliederversammlung des Sozialdienstes Germering statt. Das Hygienekonzept der Stadthalle und des Sozialdienstes Germering e.V. ist zu beachten.

T a g e s o r d n u n g

  1. Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden
  2. Jahresbericht des Vorstands für das abgelaufene Kalenderjahr
  3. Bericht des Aufsichtsrats
  4. Bilanzbericht
  5. Aussprache über die Berichte
  6. Entlastung des Vorstands
  7. Entlastung des Aufsichtsrats
  8. Wahl der Aufsichtsräte
  9. Ehrung der Mitarbeiter (10, 15, 20, 30 und 35 Jahre Mitarbeit)
  10. Verleihung Ehrenmitgliedschaft
  11. Verschiedenes

Der Tätigkeitsbericht 2019 ist im Saal erhältlich.

Stephan Haas
Aufsichtsratsvorsitzender

Germeringer Sozialstiftung spendet für Aktion Schultüte

ABC Schützen, deren Eltern vom Existenzminimum wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II leben müssen, haben oft schwierige Bedingungen zum Schulstart. Die Erstausstattung kostet viel Geld: Schnell kommen 250.- € für das benötigte Schulmaterial wie Schulranzen, Hefte und Stifte, Turnsachen usw. zusammen. Trotz Schulstarterpaket und Anhebung der Regelsätze reichen die gesetzlichen Leistungen für den Schulstart bei Weitem nicht aus. Das Aktionsbündnis der Aktion Schultüte, bestehend aus der Johanniter Unfall-Hilfe e.V., dem Diakonischem Werk Fürstenfeldbruck e.V., dem Sozialdienst Germering e.V. und dem ISB e.V. engagiert sich daher seit 2008 für Einschulungskinder aus finanziell schwachen Familien. Im Jahr 2019 konnte so mit Spendengeldern 74 Familien mit 77 Einschulungskindern im Landkreis eine schnelle unbürokratische Hilfe zuteil werden. 78 Prozent dieser Familien waren im Arbeitslosengeld II-Bezug, knapp 42 Prozent der Familien waren alleinerziehend mit einem Elternteil.


Der Bitte des Aktionsbündnisses Aktion Schultüte um Spenden für das Schuljahr 2020/2021 entsprach dieser Tage die Germeringer Sozialstiftung, die die „Aktion Schultüte“ schon seit vielen Jahren unterstützt. Die Vorstandsmitglieder Eleanor Reis und Renate von Meyer (Foto li. u. re.) übergaben einen großzügigen Scheck in Höhe von 3.500 € an Sozialdienst-Geschäftsleiterin Sabine Brügel-Fritzen (Foto Mitte). „In Zeiten von Corona sind auch in Germering mehr Familien denn je auf diese Unterstützung angewiesen. Daher haben wir unsere Spende in diesem Jahr fast verdoppelt“, so Reis.

Ab September wird der Sozialdienst Germering wieder die Auszahlung für die Schulanfänger aus bedürftigen Familien übernehmen. „Gerade im Hinblick auf die Corona-Kontaktbeschränkungen müssen die Eltern unbedingt unter der Telefonnummer 089 84 48 45 einen Termin für die Auszahlung beim Sozialdienst vereinbaren,“ so Brügel-Fritzen. „Ein Tipp für die Eltern: Bitte denken Sie daran, nicht nur den Nachweis der Bedürftigkeit und die Materialliste der Schule sondern auch die Quittungen für Ihren Einkauf für den Einschulungsbedarf zur Auszahlung mitzubringen.“

Germeringer Tafel nimmt Betrieb wieder auf

Germeringer Tafel nimmt Betrieb wieder auf

Am Dienstag, 28.4.2020 wird die Germeringer Tafel ab 9.00 Uhr wieder Lebensmittel an ihre Kunden ausgeben. Die Ausgabe kann wegen des Coronavirus allerdings nicht im gewohnten Umfang erfolgen, sondern nach einem Notfallplan. Da die meisten der langjährigen engagierten Tafelhelfer zur Risikogruppe zählen und derzeit nicht helfen können, werden vorübergehend jüngere Leute den Einkauf der Ware übernehmen. Die Aufgabe, diesen „Einkaufstrupp“ zusammenzustellen hat dankenswerter die Stadt Germering in Zusammenarbeit mit dem SCUG übernommen (Foto von li.n.re.: Christian Friedinger (SCUG), Andreas Zorn (SCUG) und Martin Rattenberger (Leiter des Amts für Jugend, Familie, Senioren, Soziales und Schulen)). Der Zukauf von Lebensmitteln ist derzeit unumgänglich, weil viele Lebensmittelspenden wegen der Coronakrise weggebrochen sind. „Dass Lebensmittel überhaupt zugekauft werden können, verdanken wir verschiedenen Spendern. So wird der Lions Club Germering den Einkauf für die ersten Ausgabetage komplett finanzieren. Aber auch andere Spenden für die Tafel sind bei uns schon eingegangen, sodass wir hoffen, den Einkauf wenigstens für die nächsten Wochen sicherstellen zu können. Aber natürlich sind wir auch weiterhin für Geldspenden sehr dankbar,“ so Sozialdienst-Geschäftsleiterin Sabine Brügel-Fritzen. Auch Spenden von haltbaren Lebensmitteln können nach vorheriger telefonischer Ankündigung unter 089 84 48 45 vormittags von 8.30 – 12.00 Uhr durch die Mitarbeiter der Verwaltung des Sozialdienstes Germering angenommen werden.
Coronabedingt wird die Ausgabe der Lebensmittel anders ablaufen als bisher: Um lange Schlangen zu vermeiden und alle Hygienevorschriften einhalten zu können, werden vor den Räumen der Tafel bereits vorgepackte Tüten an die Kunden abgegeben. Brügel-Fritzen freut sich, dass die bedürftigen Familien ab der kommenden Woche wieder mit Lebensmitteln unterstützt werden können und hofft darauf, dass sich alle Kunden beim Anstellen an die geltenden Hygienevorschriften incl. Maskenpflicht und Abstandsregelungen halten werden.