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Besuch vom Oberbürgermeister

Andreas Haas informiert sich über die beiden Ressorts Familienpaten und Opstapje

Vor kurzem besuchte Oberbürgermeister Andreas Haas zwei Ressorts des Sozialdienstes – das Spiel- und Lernprogramm „Opstapje“ und das Ressort „Familienpaten“. Er begrüßte Isolde Kirchner-Weiß (Foto 2. von re.), die seit Mai die Leitung der „Familienpaten“ übernommen hat und wünschte ihr viel Erfolg bei ihrer Tätigkeit. Das Angebot richtet sich an Familien mit Kindern in schwierigen Lebenslagen, die Unterstützung bei der Alltags- oder Haushaltsorganisation benötigen. Ursachen können Mehrfachbelastungen durch Krankheit von Kindern oder Eltern, Trennung oder Scheidung, Erziehungs- oder Schulprobleme, Arbeitslosigkeit, Wohnungsprobleme oder finanzielle Schwierigkeiten sein. Acht ehrenamtlich tätige Familienpaten sind derzeit im Einsatz und unterstützen Familien stundenweise einmal pro Woche bei der Bewältigung ihres Alltags. Isolde Kirchner-Weiß freute sich sehr über das Interesse des Oberbürgermeisters. Ihr erstes Ziel ist es, den bestehenden Helferpool zu erweitern um noch mehr Familien unterstützen zu können. Interessierte Bürger*innen melden sich bezüglich einer Mitarbeit bitte bei Isolde Kirchner-Weiß unter 0152/36346111.

Der Oberbürgermeister informierte sich außerdem bei Monika Prommer, Leiterin von „Opstapje“ (Foto rechts), über die Entwicklung dieses Spiel- und Lernprogramms für Familien in herausfordernden Lebenssituationen mit Kindern ab 6 Monaten. Einmal pro Woche besucht eine geschulte Mitarbeiterin die teilnehmenden Familien zu Hause und hilft den Familien mit Tipps für entwicklungsfördernde Verhaltensweisen oder steht mit Rat bei der Sensibilisierung der Bedürfnisse der Kinder zur Seite. Vierzehntägig wird außerdem ein gemeinsames Frühstück mit Kindern, Eltern und den Hausbesucherinnen organisiert, bei dem auch immer ein pädagogisches Thema besprochen wird. Derzeit werden in Germering 24 Familien betreut, der Großteil mit Migrationshintergrund. Den OB freute, wie gut das Angebot angenommen wird und, dass das seit 2015 um „Opstapje Baby“ erweiterte Programm so gut angenommen wird. Eine Betreuung geht 18 Monate lang und kostet 8.- € im Monat. Frau Prommer steht unter der Nummer 089/37984227 für Fragen gern zur Verfügung.

„Ich danke Frau Kirchner-Weiß und Frau Prommer und ihren Mitarbeiter*innen für ihre Arbeit. Es freut mich zu sehen, wie positiv sich beide Projekte entwickeln. Mit ihrer Arbeit tragen beide zu der sehr guten sozialen Infrastruktur in Germering bei.“, so Oberbürgermeister Haas über beide Projekte. Auch Martin Rattenberger, Leiter des Amt für Jugend, Familie, Senioren, Soziales und Schulen (Foto li.) freute sich über den Erfolg dieser beiden Angebote im Mehrgenerationenhaus Zenja.

Neue Leitung für „Familienpatenschaften“

Ehrenamtliche Familienpaten nach wie vor gesucht

Das seit 10 Jahren beim Sozialdienst Germering etablierte Ressort „Familienpatenschaften“ hat eine neue Leitung: Martina Becker (Foto re.), die das Angebot seit Jahresanfang kommissarisch geleitet hatte, übergab dieser Tage die Projektleitung an Isolde Kirchner-Weiß (Foto li.). Das Projekt „Familienpatenschaften“ steht Germeringer Familien zur Verfügung, die Unterstützung bei der Alltags- oder Haushaltsorganisation benötigen oder sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Die Familienpatenschaft setzt bei der einfachen alltäglichen Entlastung an. Familien sind häufig mit der Alltagsbewältigung überfordert, da keine ausreichenden Entlastungsmöglichkeiten durch Familie, Freunde oder Nachbarn vorhanden sind. Die Leistungen werden im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements von Ehrenamtlichen erbracht, die durch Hauptamtliche geschult und begleitet werden.

Die Anfragen für Familienpatenschaften kommen überwiegend von Institutionen, die mit Familien arbeiten und von Kinderbetreuungseinrichtungen. Ist der Unterstützungsbedarf geklärt, unternimmtdie Ressortleiterin einen „Kennenlernbesuch“ bei der Familie. Wichtigste Aufgabe ist es anschließend, Paten auszuwählen, die aufgrund der eigenen Kompetenzen, Erfahrungen und Persönlichkeit zur Familie passen.

Im Jahr 2016 waren im Schnitt 13 Familienpaten aktiv, von denen 11 regelmäßig in Familien waren und deren durchschnittlicher Einsatz bei 14,00 Stunden pro Monat lag. Insgesamt wurden in 2016 ca. 400 Einsatzstunden durch ehrenamtliche Familienpaten/-innen erfasst. Die meisten von ihnen haben Erfahrung in der Erziehung und im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Sie unterstützen hauptsächlich in den Bereichen der Kinderbetreuung und -beschäftigung, der Hausaufgabenbetreuung und Einzelförderung, bei Behörden-angelegenheiten und bei der allgemeinen Stabilisierung. In allen Familien sind sie Ansprechpartner und Vertrauensperson für Sorgen und Belange des Alltags. Zur fachlichen Betreuung der Ehrenamtlichen gehören regelmäßig stattfindende Teamtreffen und Fortbildungen, die von einer pädagogischen Fachkraft geleitet werden. In erster Linie geht es dabei um Erfahrungsaustausch und Fallbesprechungen. Durch die zur Verfügung stehenden Mittel und Spenden wurden in 2016 13 Familien mit insgesamt 28 Kindern im Alter von 0 – 14 Jahren betreut.

Kirchner-Weiß, Gründungsmitglied und seit 2015 im Vorstand von Frau MütZe und außerdem zuständig für das Projekt „Elterntalk“ des Landratsamts, freut sich auf die neue Aufgabe und darauf, den Kreis der Familienpaten nach und nach zu erweitern: Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit als Familienpate/ -patin hat, kann sich ab sofort bei ihr melden unter 01523 / 63 46 111.